INFERTILITY EVALUATION & TESTING

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INFERTILITY EVALUATION & TESTING 2017-10-03T11:48:08+00:00

WEIBLICHE UNFRUCHTBARKEIT

Das weibliche Alter ist wichtig, wenn man die Wahrscheinlichkeit, schwanger zu werden, berücksichtigt und da Frauen länger warten, um Kinder zu bekommen, haben mehr Paare Fruchtbarkeitsprobleme aufgrund abnehmender Eizellenqualität und anderer Probleme, die bei älteren Frauen häufiger auftreten. Eizellen-Quantität und Qualität in einer einzelnen Frau können für ihr Alter entweder durchschnittlich, besser als der Durchschnitt oder schlechter als der Durchschnitt, sein. Wir wissen, dass sich Eizellen-Menge und Qualität von Mitte bis Ende der 30er Jahre einer Frau verschlechtert und in den späten dreißiger und frühen 40er Jahren schneller fällt.

Unfruchtbarkeitsauswertung und Fruchtbarkeitstests

Eine vollständige gynäkologische Untersuchung liefert alle notwendigen und wichtigen Informationen für ein klinisches Gesamtbild. Eine solche Untersuchung umfasst folgendes:

Medizinischer Hintergrund

Während des ersten Treffens mit dem spezialisierten Gynäkologen müssen Sie Ihren medizinischen Hintergrund mit Informationen über Ihren allgemeinen Gesundheitszustand, wie potenzielle chronische oder erbliche Krankheiten, Allergien, Medikamente-Einnahme, vorherige Operationen etc., geben. Der Schwerpunkt wird auf Ihrem persönlichen gynäkologischen Hintergrund gelegt werden (Alter der ersten Menstruation, Dauer des Menstruationszyklus und der Menstruation, Schwangerschaftsgeschichte, Abtreibung oder Beendigung einer Schwangerschaft, Fibromen, Polypen usw.).

Es ist wichtig, vom ersten Besuch an, das Gefühl des Vertrauens zwischen dem Gynäkologen und dem Paar zu entwickeln, so dass keine wichtigen Informationen weggelassen werden und um sicherzustellen, dass das Paar die Empfehlungen und Anweisungen des Arztes folgt. Die Erkennung und anschließend die Korrektur eines Unfruchtbarkeitsproblems erfordert Zusammenarbeit, Teamarbeit und Vertrauen zwischen dem Paar und dem Gynäkologen. Dies wird nur allmählich erreicht, aber es kann vom ersten Treffen inspiriert werden.

Körperliche Untersuchung

Nach einem ausführlichen Gespräch über mögliche bestehende oder frühere Erkrankungen (Krankengeschichte), folgt die körperliche gynäkologische Untersuchung. Der Gynäkologe durchführt eine sorgfältige Tastuntersuchung der Genitalorgane, der Vagina und des Gebärmutterhalses und dann wird meistens ein Abstrich gemacht wobei mit einem Wattestäbchen Sekret aus der Scheide entnommen wird.

PAP-Test

Der Pap-Abstrich wird an einem Tag durchgeführt, an dem Sie nicht menstruieren. Sie sollten auch den Geschlechtsverkehr am Vortag vermeiden. Sie sollten Ihren ersten Pap-Abstrich am Beginn der sexuellen Aktivität (unabhängig von Alter) durchführen und dannach einmal järlich wiederholen.

Vaginalabstrich Test

Wenn die klinische Untersuchung eine Vaginitis-/Zervizitis-Entzündung zeigt, nimmt der Gynäkologe vaginalen/zervikalen Abstrich für den Nachweis der Ursache der Entzündung (Pilze, Bakterien, Mykoplasmen etc.) und um eine gezielte medizinische Behandlung und Therapie zu verfolgen. Während der Unfruchtbarkeitstests ist es erforderlich, dass alle Untersuchungen durchgeführt werden, wie oben angegeben, da es bekannt ist, dass bestimmte Mikroorganismen wie Mykoplasmen, Ureaplasma und Chlamydien Ursachen der Unfruchtbarkeit darstellen.

Vaginaler Ultraschall

Die Ultraschalluntersuchung ist der einfachste Weg, um gynäkologische Erkrankungen, wie Gebärmuttermyome, Endometriosezysten, polyzystische Eierstöcke, Adenomyose, Eierstockzysten, Polypen, Endometriumhyperplasie, anatomische Abnormalitäten, Tumore der inneren Genitalien usw. festzustellen und auszuschließen. Alle oben genannten sind wichtige Informationen für die Diagnose der Unfruchtbarkeit und für die weitere Behandlung.

Brustuntersuchung

Die gynäkologische Untersuchung sollte immer das Abtasten der Brüste vom Arzt einbeziehen, um alle tastbaren Massen oder andere pathologische Zustände (Brustentzündung, Hohlwarzen, Hautläsionen etc.) zu erkennen.

Je nach den Ergebnissen dieser klinischen Prüfung, wird Ihr Arzt weitere Tests mit Ultraschall und/oder Mammographie empfehlen. Insbesondere bei Frauen mit einer Familienanamnese von Brustkrebs, Fettleibigkeit, polyzystischem Ovar-Syndrom und Diabetes sollte die Mammographie erstmals im Alter von 35 Jahren durchgeführt werden, während sie für alle Frauen über 40 Jahre notwendig ist. Nachdem die Brustuntersuchung vollendet ist, ist auch der erste Kontakt mit Ihrem Arzt zu Ende. Aber, das wichtigste ist, dass das erste Treffen eine gegenseitige Vertrauensbeziehung zwischen dem Paar und dem Arzt bestimmt, damit der Zweck erreicht wird, ein gesundes Kind zu bekommen.

Hormon-Tests

Blutuntersuchungen werden vom 2. bis 5. Tag des Zyklus durchgeführt. Der erste Tag Ihrer Periode gilt als der erste Tag des Zyklus. Folgende Hormone werden getestet:

FSH – LH – E2
Alle diese drei Hormone geben uns Informationen über die Funktion der Eierstöcke und den Fruchtbarkeitsstand der Frau.

AMH / MIS
Dieses Hormon zeigt die Angemessenheit der Eibläschen sowie die Qualität der produzierten Eizellen.

TSH
Dieses Hormon kontrolliert die Funktion der Schilddrüse und ist sowohl mit Fruchtbarkeits- als auch mit Zyklusstörungen direkt verbunden.

PRL
Störungen in der Produktion dieses Hormons sind mit Unfruchtbarkeit und potenziellen Menstruationsproblemen verbunden.

DHEA-S
Dieses ist das Hormon-Index der Nebennieren, dessen das ordnungsgemäße Funktionieren wesentlich für die Fruchtbarkeit ist.

Hysterosalpingografie (Hsg)

Eine einfache radiologische Untersuchung, die ohne Anästhesie zwischen dem 6. und 11. Tag des Zyklus durchgeführt wird. Sie gibt uns sehr wichtige Informationen über folgendes:

  • die Durchlässigkeit der Eileiter (Zustände wie Verschluss der Tuben oder Hydrosalpinx sind Hauptursachen der Unfruchtbarkeit)
  • die Gebärmutterhöhle, den Ort, wo der Embryo implantiert werden soll;
  • die Existenz von Geburtsfehlern, wie Uterus bicornis, die Existenz von einem endometrialen Zwerchfell und von erworbenen Störungen (z.B. Polypen im intrauterinen Hohlraum, submuköse Myome, endometriale Adhäsionen).

Eine Hysterosalpingografie kann Krämpfe der Eileiter freisetzen. Deshalb wird die prophylaktische Verwendung von Antikonvulsiva und nicht-steroidalen entzündungshemmenden Arzneimitteln empfohlen. Präventive Antibiotika werden auch einen Tag vor oder am Tag der Untersuchung verabreicht.

Δ4-Andr.

Ein Androgen, das von den Eierstöcken produziert wird; erhöhte Werte sind mit Unfruchtbarkeit verbunden.

Messung von Vitamin D

Der Mangel an Vitamin D kann zur Unfruchtbarkeit beitragen. Die Blutprobe für 25 Hydroxyvitamin D wird verwendet, um die Konzentrationen der speicherbaren Form von Vitamin D im Körper zu messen. Die Normalwerte sollten mindestens 40-50 Nanogramm pro Milliliter betragen.

Je nach den Ergebnissen aller oben beschriebenen Tests, kann der Gynäkologe es für angebracht halten, eine Reihe zusätzlicher Tests durchzuführen, wie zB:

Thrombophilie-Screening

Thrombophilie, auch Thrombose genannt, ist ein Leiden, wo das Blut eine erhöhte Neigung hat, Gerinnsel zu bilden und ist in angeborene und erworbene geteilt. Erbliche Thrombophilie kann auftreten, wenn Genmutationen vorhanden sind. Sie können mit spezifischen Blutuntersuchungen nachgewiesen werden, die als Tests zur molekularen Diagnostik der hereditären Thrombophilie bekannt sind. Einige dieser Gene sind Faktor-V-Leiden, G 20210 Variante, Faktor FVIII und MTHFR. Die erworbene Thrombophilie bezieht sich auf das Vorhandensein von Krankheiten oder Substanzen, die die Blutgerinnung erhöhen und Thrombosen verursachen können, wie Cardiolipine, B2-Glykoprotein-Antikörper, Lupus-Antikoagulans, Protein C, Protein S, ATIII, APCR und Homocystein.

Hysteroskopie

Die Hysteroskopie ist eine kleine Operation, die eine direkte Untersuchung der Gebärmutterhöhle mit einem Hysteroskop ermöglicht und nur durchgeführt wird, wenn eine Indikation vorliegt. Sie braucht keine Aufnahme und Übernachtung in der Klinik, und sie kann mit oder ohne Anästhesie durchgeführt werden. Das Hysteroskop wird durch den Gebärmutterhals in die Gebärmutterhöhle eingeführt und mit einer Kamera bietet es die Möglichkeit einer direkten Überprüfung. Wenn intrauterine Polypen oder Adhäsionen nachgewiesen werden, können sie während der Untersuchung entfernt werden, wenn dies als notwendig erachtet wird. Alle in die Gebärmutterhöhle herausragenden submukösen Myomen und Anzeichen einer endometrialen Entzündung können auch nachgewiesen werden.

Molekularer Test zum Nachweis von Chlamydien, Ureaplasma, Mykoplasmen

Ureaplasma, Mykoplasmen und Chlamydien (besonders Chlamydia trachomatis) sind die häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Mykoplasmen, vor allem Mykoplasma hominis und Ureaplasma urealyticum sind Bakterien, die oft in weiblichen Genitalien nachgewiesen werden und durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Ihre Existenz kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Obwohl ihre Anwesenheit durch Kultur der vaginalen und zervikalen Flüssigkeit nachgewiesen werden kann, gibt die Bakterienkultur falsche negative Ergebnisse mit einer Rate von 40%. Die zuverlässigste Methode ist der Nachweis der DNA solcher Mikroorganismen unter Verwendung einer spezifischen Polymerase-Kettenreaktion (PCR) auf einer Probe von vaginaler und zervikaler Flüssigkeit oder Gewebe aus der Gebärmutterhöhle.

Laparoskopie

Nicht alle Frauen müssen einer Laparoskopie-Chirurgie unterzogen werden. Solch ein Verfahren empfiehlt sich nur in der Existenz von Beweisen und ermöglicht eine direkte Untersuchung und vollständige Überprüfung der internen weiblichen Genitalien (Eierstöcke, Gebärmutter, Eileiter) sowie andere intraabdominale Organe (Darm, Leber, Gallenblase usw.) um mögliche Probleme zu erkennen und zu überwinden. Die Laparoskopie erreicht eine genaue Diagnose von Zuständen, die häufig Fruchtbarkeitsprobleme, wie Endometriose, Adhäsionen (interne Narbengewebe von früherer Operation oder Entzündung), Eierstockzysten oder Myomen, verursachen.

Indikationen zur Laparoskopie:

  • Adhäsiolyse
  • Entfernung von endometrialen Zysten
  • Entfernung von Myomen
  • Entfernung von Eierstockzysten
  • Laparoskopische Entfernung von Hydrosalpinx

Während der laparoskopischen Chirurgie werden drei oder vier Schnitte (0,5-1 cm) im Bauchbereich gemacht um die laparoskopischen Instrumente und eine hochauflösende Kamera einzuführen. Um einen Überblick über die Bauchorgane zu erhalten, ist ausreichend Platz erforderlich, der durch die Leitung von Kohlendioxidgas in die Bauchhöhle geschaffen wird. Das Bild der Laparoskopie-Kamera wird auf Bildschirmen angezeigt, so dass der Chirurg ein vergrößertes und hochauflösendes Bild der intraabdominalen Organe hat, um Anomalien zu erkennen und zu korrigieren.

Laparoskopie-Chirurgie ist unter anderen Verfahren bevorzugt, weil es folgendes bietet:

  • kurzer Krankenhausaufenthalt (in der Regel ohne die Notwendigkeit einer Übernachtung in der Klinik)
  • schnelle Erholung und Rückkehr zu den täglichen Aktivitäten (Arbeit, Familienverpflichtungen etc.)
  • weniger postoperative Schmerzen
  • bessere ästhetische Ergebnisse
  • Sicherheit und viel niedrigere Häufigkeit von postoperativen Infektionen
  • gleichzeitige Detailkontrolle der Organe im Bauchbereich (durch vergrößertes und hochauflösendes Bild)

Karyotyp-Blutprobe

Das Bild der Chromosomen einer Person heißt Karyotyp. Der normale menschliche Karyotyp besteht aus 46 Chromosomen (23 Paare), von denen zwei das Geschlecht der Person bestimmen. Der Karyotyp der peripheren Blutlymphozyten ermöglicht die Untersuchung aller Chromosomen auf mögliche Existenz von numerischen und strukturellen Chromosomenanomalien und Veränderungen. Da zytogenetische Anomalien mit männlicher und weiblicher Unfruchtbarkeit verbunden sind, betrifft der klassische Karyotyp die Paare mit Unfruchtbarkeitsproblemen, mit zwei oder mehr Abtreibungen während des ersten Trimesters der Schwangerschaft und früheren fehlgeschlagenen IVF-Versuchen. Der Nachweis solcher Anomalien ist für die richtige Planung einer nachfolgenden Schwangerschaft, die entweder spontan oder mit assistierten Reproduktionstechniken auftreten kann, unerlässlich. Peripheres Blut-Karyotyp muss von Paaren durchgeführt werden, deren Familienhintergrund folgendes umfasst:

a. Menschen mit:

  • Chromosomenanomalien
  • geistiger Behinderung unbekannter Ursache
  • mehreren Fehlgeburten und Neugeborenen-Tod
  • primärer oder sekundärer Amenorrhoe
  • vorzeitiger Menopause
  • abnormer Spermienmorphologie (Azoospermie, Oligospermie);
  • abnormen klinischen Phänotyp (verzögerter Wachstumsschub oder Gigantismus, körperliche Anomalien, geistige Behinderung)

b. Paare mit:

  • Unfruchtbarkeit unbekannter Ursache (unfähig, spontan oder mit assistierten Reproduktionstechniken zu empfangen)
  • mehreren Fehlgeburten oder Neugeborenen-Mortalität Hintergrund wegen unbekannter Ursache
  • Kind mit diagnostizierter Chromosomenanomalie
  • diagnostizierten strukturellen Chromosomenanomalien im Karyotyp des fötalen Fruchtwassers

Zystische Fibrose-Screening

Die zystische Fibrose ist die zweithäufigste genetische Erkrankung in Griechenland nach Thalassämie und die erste unter den Kaukasiern. Diese Erkrankung wird durch Mutationen im CFTR-Gen (zystischer Fibrose-Transmembran-Leitfähigkeitsregler) mit einem rezessiv vererbten Merkmal verursacht. Dies bedeutet, dass die Träger des mutierten Gens ganz gesund sind, aber eine Wahrscheinlichkeit von 50% haben, die Genmutation auf ihre Nachkommen zu übertragen. Die Krankheit hat eine breite Palette von Symptomen sowohl in der Schwere als auch im Maßstab (Atemwege, Verdauung und andere Systeme des Körpers). Das heißt, dass es milde Variationen des CFTR-Gens gibt, die nicht zum deutlichen pathologischen Phänotyp der Erkrankung führen und sich einfach auf eine Überempfindlichkeit des Atmungssystems (z. B. häufige Atemwegsinfektionen) beziehen. Darüber hinaus sind Männer mit zystischer Fibrose unfruchtbar und in 20-40% sind sie oft Träger eines einzigen abnormen CFTR-Gens und daher als klinisch gesund betrachtet. Nach den heutigen Standards in Griechenland sollte der Screening-Test in allen Hochrisikogruppen durchgeführt werden, aber auch in jenen Paaren, die bereit sind, ein Kind zu bekommen. Im letzteren Fall sollte das Screening zuerst an die schwangere Frau durchgeführt werden, um festzulegen, ob sie ein Träger einer Mutation der zystischen Fibrose ist. Wenn die Mutter als Träger einer solchen Mutation gefunden wird, dann sollte der Vater eine erweiterte Prüfung auf Mutationen durchmachen, da das Risiko für ein Kind, mit der Krankheit geboren zu werden, stark erhöht ist. Es ist anzumerken, dass eine große Anzahl von Paaren mit männlicher Unfruchtbarkeit gleichzeitig auf genetische Tests für Mutationen im Zusammenhang mit zystischer Fibrose eingereicht werden sollte: ein signifikanter Prozentsatz von Männern, die obstruktive Azoospermie haben und sich ICSI-Techniken unterziehen, sind Träger der CFTR-Genmutation.

 

MÄNNLICHE UNFRUCHTBARKEIT

Etwa 25% aller Unfruchtbarkeitsfälle wird durch ein männliches Problem verursacht und in 40-50% von ihnen ist es die Hauptursache oder eine beitragende Ursache. Es ist manchmal schwer zu erkennen, ob der Faktor des männlichen Problems die einzige Ursache der Unfruchtbarkeit ist oder einfach nur eine beitragende Ursache. Männer mit sehr niedrigem Sperma können manchmal Kinder bekommen und manche Männer mit normalen Zählungen sind unfruchtbar wenn sie keine assistierte Reproduktionsmethode verwenden.

Also, worauf es ankommt, ist die Fähigkeit des Spermas, die Eizellen zu befruchten und deshalb ist es erforderlich, dass der männliche Partner auch einer vollständigen Untersuchung seines Fortpflanzungssystems unterzogen wird, einschließlich der folgenden:

Samentest und Spermienkultur

Der Partner sollte eine Samenprobe für den Samentest abgeben. Für mehr zuverlässige Ergebnisse, sollte der Samen für die Analyse nach sexueller Abstinenz von 3-4 Tagen (ohne den Tag des letzten Geschlechtsverkehrs und den Tag der Samen-Sammlung einzuschließen) gesammelt werden. Gute Stimulation ist auch vor der Sammlung erforderlich, so ist die Anwesenheit und Teilnahme des weiblichen Partners oft ratsam, wenn ihr Partner es wünscht. Vor der Samen-Sammlung ist gründliches Waschen des Genitalbereichs und der Hände erforderlich. Der, durch Masturbation gewonnene Samen, wird in einem sterilen Behälter (ähnlich wie ein Urinsammelbehälter) gesammelt, der entweder bei einer Apotheke  gekauft oder vom Labor geliefert werden kann. Die Samen-Sammlung kann in allen Laboratorien, in einem dafür bestimmten Raum, oder zu Hause durchgeführt werden.

Wenn die Samen-Sammlung zu Hause durchgeführt wird, muss dann die Samenprobe ins Labor transportiert werden. Dabei, muss man sehr achten, dass sie die Körpertemperatur beibehält. Dies wird erreicht, indem der Behälter während des Transports mit dem Körper in Kontakt ist oder mit Watte und Aluminiumfolie umwickelt wird. Am wichtigsten ist, dass die Samenprobe nach der Ejakulation innerhalb von maximal 60 Minuten zu einem Labor transportiert werden muss. Falls Bakterien in der Spermienkultur nachgewiesen werden, ist eine spezielle Behandlung erforderlich, indem geeignete Antibiotika auf der Grundlage der Empfänglichkeitsprüfung eingenommen werden. In Bezug auf die Werte der Spermienparameter, falls sie niedriger als normal sind, sollte die Samenanalyse nach mindestens 15 Tagen wiederholt werden. Wenn die zweite Samenanalyse zeigt, dass die Parameter des Spermas niedriger sind als der normale Bereich (wie von der Weltgesundheitsorganisation definiert), ist das Spermium als abnormal charakterisiert und weitere Tests werden je nach Pathologie empfohlen. Der männliche Partner kann folgende zusätzliche Prüfungen durchführen:

  • Urologische Untersuchung
  • Doppler-Ultraschall des Hodensackes
  • Hormon-Test
  • Zystische Fibrose-Screening
  • DNA-Fragmentierung der Spermien

Urologische Untersuchung

Klinische Untersuchung von einem spezialisierten Andrologen oder Urologen zur Erkennung aller pathologischen Zustände, die zu einer entsprechenden abnormen Samenanalyse führen können, wie z.B. hypoplastische oder atrophische Hoden, Kryptorchismus etc.

Doppler-Ultraschall des Hodensackes

Es ist eine nichtinvasive Untersuchung für die Beurteilung der Hoden, der Nebenhoden und des Blutflusses zu den Hoden. Für die Untersuchung ist keine spezifische Vorbereitung erforderlich und danach können Sie Ihre täglichen Aktivitäten ohne Einschränkungen wieder aufnehmen. Wenn es einen abnormen Befund ergibt, wird Sie der Untersucher beraten, Ihnen weitere Anweisungen geben und Sie über die entsprechenden Behandlungsmöglichkeiten informieren.

Hormon-Tests

Im Rahmen der männlichen Fertilitätsuntersuchung ist es notwendig, die Mengen bestimmter Hormone zu messen, die direkt oder indirekt die Produktion von Spermien beeinflussen können. Die wichtigsten Hormone, die getestet werden müssen, sind Testosteron, FSH, LH, Prolaktin, TSH, E2 und Cortisol.

Die Analyse des männlichen Hormonprofils ist wichtig, wenn man die Gründe berücksichtigt, für die eine Person eine reduzierte Spermienzahl hat, wenn kein anderer offensichtlicher Grund vorliegt, z.B. Varikozele, Hodenkrebs, Verschluss des Ductus ejaculatorius usw. Die reduzierte Größe von Hoden oder unzureichend entwickelte sekundäre männliche Geschlechtsmerkmale (Penisgröße, Schamhaar, verminderte Muskelmasse, Körperhaarmangel usw.) erfordern auch eine hormonelle Untersuchung.

DNA-Fragmentierung der Spermien

Die DNA-Fragmentierung der Spermien ist heutzutage eine der Ursachen der männlichen Unfruchtbarkeit. Einfache Parameter der Spermienanalyse, wie Konzentration, Motilität, Morphologie, sind nicht in der Lage, die Spermienfragmentierung zu erkennen. Zudem, können Proben, die normale Werte zeigen, höchstwahrscheinlich, hohe Fragmentierungsraten haben. Der hohe Grad der DNA-Fragmentierung kann als hemmender Faktor einer erfolgreichen Schwangerschaft in dem Maß erscheinen, dass jede Fruchtbarkeitsbehandlung, gefolgt von der weiblichen Partnerin, irrelevant wird. Mehrere Studien haben gezeigt, dass erhöhte Niveaus der DNA-Fragmentierung der Spermien auf reduzierte Schwangerschafts- und Geburtenraten, schlechter Qualität Embryonen und erhöhte Fehlgeburten-Raten beziehen.

Hohe Spermien-DNA-Fragmentierung kann durch Faktoren verursacht werden wie beispielsweise :

  • Infektionen
  • Rauchen
  • den Umweltschadstoffen ausgesetzt sein
  • bestimmte Berufe (z.B. Fahrer)
  • hohes Alter
  • Unterernährung und Fettleibigkeit
  • die Zunahme der Hodentemperatur (z.B. durch Laptops)
  • Drogenmissbrauch 
  • hohes Fieber
  • Varikozele
  • Krebs und Behandlungen davon

Für die Untersuchung ist nur eine kleine Menge Sperma erforderlich. Nach entsprechender Verarbeitung im Labor werden Spermien mit fragmentierter DNA nachgewiesen und erhalten eine andere Morphologie im Vergleich zu denen mit intakter DNA. Die Testergebnisse werden als DNA-Fragmentierungsindex (%DFI: Prozentsatz der Spermien mit fragmentierter DNA) ausgedrückt. Je nach Prozentsatz werden sie in folgende Kategorien eingeteilt:

< 15% DFI hohes Fruchtbarkeitspotenzial

> 15% bis <30% DFI gutes Fruchtbarkeitspotenzial

> 30% DFI niedriges Fruchtbarkeitspotenzial

Die Ergebnisse gelten als normal, wenn der Spermien-Fragmentierungsindex oder DFI (%) unter 30% liegt. Normale Schwangerschaften treten auch bei Paaren auf, bei denen der männliche Partner einen hohen Prozentsatz an DNA-Fragmentierung der Spermien hat, jedoch mit einer verminderten Schwangerschaftschance und einem erhöhten Fehlgeburtsrisiko.

Gibt es eine Behandlung für die DNA-Fragmentierung der Spermien?

Eine Reihe von „guten“ Gewohnheiten und Praktiken können wesentlich dazu beitragen, die Fruchtbarkeit zu erhöhen, wenn sie von unfruchtbaren Männern angewendet werden, um die Verringerung der Spermienfragmentierung zu begrenzen, wie zum Beispiel:

  • Raucherentwöhnung
  • eine Diät reich an Antioxidanzien, da oxidativer Stress der Hauptschuldiger für DNA-Fragmentierung ist
  • Vermeidung bestimmter Medikamente
  • Test auf mögliche Harnwegsinfektion
  • eine gesunde Ernährungsweise
  • Beratung vom behandelnden Arzt über Vitamin- und Antioxidanzienergänzungsmittel.

Molekularer Test zum Nachweis von Chlamydien, Ureaplasma, Mykoplasmen

Ureaplasma, Mykoplasmen und Chlamydien (besonders Chlamydia trachomatis) sind die häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten. Mykoplasmen, vor allem Mykoplasma hominis und Ureaplasma urealyticum sind Bakterien, die oft in weiblichen Genitalien nachgewiesen werden und durch sexuellen Kontakt übertragen werden. Ihre Existenz kann die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Obwohl ihre Anwesenheit durch Kultur des Spermas nachgewiesen werden kann, gibt die Bakterienkultur falsche negative Ergebnisse mit einer Rate von 40%.

Karyotyp-Blutprobe

Das Bild der Chromosomen einer Person heißt Karyotyp. Der normale menschliche Karyotyp besteht aus 46 Chromosomen (23 Paare), von denen zwei das Geschlecht der Person bestimmen. Der Karyotyp der peripheren Blutlymphozyten ermöglicht die Untersuchung aller Chromosomen auf mögliche Existenz von numerischen und strukturellen Chromosomenanomalien und Veränderungen. Da zytogenetische Anomalien mit männlicher und weiblicher Unfruchtbarkeit verbunden sind, betrifft der klassische Karyotyp die Paare mit Unfruchtbarkeitsproblemen, mit zwei oder mehr Abtreibungen während des ersten Trimesters der Schwangerschaft und früheren fehlgeschlagenen IVF-Versuchen. Der Nachweis solcher Anomalien ist für die richtige Planung einer nachfolgenden Schwangerschaft, die entweder spontan oder mit assistierten Reproduktionstechniken auftreten kann, unerlässlich. Peripheres Blut-Karyotyp muss von Paaren durchgeführt werden, deren Familienhintergrund folgendes umfasst:

a. Menschen mit:

  • Chromosomenanomalien
  • geistiger Behinderung unbekannter Ursache
  • mehreren Fehlgeburten und Neugeborenen-Tod
  • abnormer Spermienmorphologie (Azoospermie, Oligospermie);
  • abnormen klinischen Phänotyp (verzögerter Wachstumsschub oder Gigantismus, körperliche Anomalien, geistige Behinderung)

b. Paare mit:

  • Unfruchtbarkeit unbekannter Ursache (unfähig, spontan oder mit assistierten Reproduktionstechniken zu empfangen)
  • mehreren Fehlgeburten oder Neugeborenen-Mortalität Hintergrund wegen unbekannter Ursache
  • Kind mit diagnostizierter Chromosomenanomalie
  • diagnostizierten strukturellen Chromosomenanomalien im Karyotyp des fötalen Fruchtwassers

Zystische Fibrose-Screening

Die zystische Fibrose ist die zweithäufigste genetische Erkrankung in Griechenland nach Thalassämie und die erste unter den Kaukasiern. Diese Erkrankung wird durch Mutationen im CFTR-Gen (zystischer Fibrose-Transmembran-Leitfähigkeitsregler) mit einem rezessiv vererbten Merkmal verursacht. Dies bedeutet, dass die Träger des mutierten Gens ganz gesund sind, aber eine Wahrscheinlichkeit von 50% haben, die Genmutation auf ihre Nachkommen zu übertragen. Die Krankheit hat eine breite Palette von Symptomen sowohl in der Schwere als auch im Maßstab (Atemwege, Verdauung und andere Systeme des Körpers).

Das heißt, dass es milde Variationen des CFTR-Gens gibt, die nicht zum deutlichen pathologischen Phänotyp der Erkrankung führen und sich einfach auf eine Überempfindlichkeit des Atmungssystems (z. B. häufige Atemwegsinfektionen) beziehen. Darüber hinaus, sind Männer mit zystischer Fibrose unfruchtbar und in 20-40% sind sie oft Träger eines einzigen abnormen CFTR-Gens und daher als klinisch gesund betrachtet. Nach den heutigen Standards in Griechenland sollte der Screening-Test in allen Hochrisikogruppen durchgeführt werden, aber auch in jenen Paaren, die bereit sind, ein Kind zu bekommen. Im letzteren Fall sollte das Screening zuerst an die schwangere Frau durchgeführt werden, um festzulegen, ob sie ein Träger einer Mutation der zystischen Fibrose ist.

Wenn die Mutter als Träger einer solchen Mutation gefunden wird, dann sollte der Vater eine erweiterte Prüfung auf Mutationen durchmachen, da das Risiko für ein Kind, mit der Krankheit geboren zu werden, stark erhöht ist. Es ist anzumerken, dass eine große Anzahl von Paaren mit männlicher Unfruchtbarkeit gleichzeitig auf genetische Tests für Mutationen im Zusammenhang mit zystischer Fibrose eingereicht werden sollte: ein signifikanter Prozentsatz von Männern, die obstruktive Azoospermie haben und sich ICSI-Techniken unterziehen, sind Träger der CFTR-Genmutation.