LEIHMUTTERSCHAFT

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LEIHMUTTERSCHAFT 2017-07-11T15:03:00+00:00

Leihmutterschaft, so alt wie der Mensch!

Die Wahl eines Paares, in dem die Frau nicht in der Lage ist ein Kind zu empfangen oder auszutragen, die Dienste einer Leihmutter in Anspruch zu nehmen, ist aus der Geschichte von Sarah und Abraham in Genesis, Kapitel 16, bekannt. Saras Dienerin hat vom Abraham empfangen und später Sarah das Baby gegeben.

 

Die Leihmutterschaft wird seit der Antike in verschiedenen Teilen der Welt ausgeübt. In Sarahs Fall ist es jedoch eine „traditionelle“ Leihmutterschaft, bei der die Leihmutter genetisch mit dem Baby verbunden ist. Heutzutage wird als Leihmutter angesehen die Frau, die das für ein kinderloses Paar bestimmte Baby austrägt. Es wird dementsprechend die „gestationale“ Leihmutterschaft praktiziert, d.h. die Übertragung eines von Spermium und Eizelle des Paares in-vitro kultivierten Embryos. Die Rolle der Leihmutter ist die einer Trägerin und sie ist genetisch mit dem Fötus nicht verbunden.

Sowohl in Griechenland als auch in Groß Britannien gibt es klare und eindeutige Rechtsvorschriften, die die Möglichkeit der Leihmutterschaft an Paaren aus jedem Land der Welt anbietet.  Solche Rechtsvorschriften legen auch den Rahmen fest, in dem die Leihmutterschaft durchgeführt werden kann, im Gegensatz zu anderen Ländern, wo entsprechende Rechtsvorschriften unklar sind oder das Verfahren der Leihmutterschaft ausdrücklich verbieten. Die Leihmutterschaft ist eine im Ausland  ziemlich weit verbreitete Praxis und gewinnt immer mehr Boden in Griechenland.

Es sollte betonnt werden, dass die Leihmutterschaft manchmal die einzige Option ist für Frauen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sind, schwanger zu werden. Es handelt sich vor allem über Frauen, die sich eine Hysterektomie, Chemotherapie oder Bestrahlung unterzogen haben, an chronischen Krankheiten (zum Beispiel Nierenversagen, Herzerkrankungen, etc.) leiden, ein erhöhtes Risiko für eine Fehlgeburt oder Anamnese von mehreren Fehlgeburten haben, angeborenes Fehlen der Gebärmutter, Gebärmutteranomalien oder mehrere Myome aufweisen. Die Menopause ist jedoch keine Indikation für Leihmuttermutterschaft.

Die Leihmutterschaft in Griechenland

Das Verfahren der Leihmutterschaft in Griechenland erfordert einige Voraussetzungen, die von allen beteiligten Personen erfüllt werden müssen.

Voraussetzungen für die Leihmutter

  • Sie soll vollkommen gesund sein.
  • Sie soll bereit sein, eine private Vereinbarung mit den zukünftigen Eltern zu unterzeichnen und selbstverständlich an dessen Bedingungen zu halten.
  • Sie soll die Zustimmung ihres Ehemannes, wenn sie verheiratet ist, und solche Zustimmung an das Gericht schriftlich einreichen lassen.
  • Die zu befruchteten Eizellen sollten nicht von der Leihmutter herkommen, um zukünftigen Anspruch an die Mutterschaft des zu gebärenden Kindes zu vermeiden.

Voraussetzungen für die Frau, die Mutter werden möchte

  • Sie sollte jünger als 50 Jahren alt sein.
  • Sie sollte die Zustimmung ihres Ehemannes gewähren.
  • Sie sollte bewiesene gesundheitliche Probleme haben, die sie verhindern, Schwanger zu werden und ein Kind auszutragen.
  • Sie soll ihre Eizellen spenden. Wenn aus irgendeinem Grund so etwas nicht möglich ist, dann müssen gespendete Eizellen verwendet werden.
  • Sie soll zusammen mit ihrem Partner alle Kosten der Leihmutter decken.

Weiterhin

Die Leihmutter oder die potenziellen Eltern müssen in Griechenland ansässig sein. Nach dem Gesetz entsteht die Zustimmung einer anderen Frau (d.h. für Schwangerschaft bzw. Leihmutterschaft) unentgeltlich und ohne Gegenleistung.

Folgende Verpflichtungen seitens des Paares gelten jedoch nicht als Gegenleistung:

  1. Zahlung der Kosten für die Durchführung der erforderlichen Untersuchungen.
  2. Zahlung der notariellen Kosten für die Unterzeichnung einer privaten Vereinbarung.
  3. Die Vergütung der Rechtsanwälte, die den Prozess abhandeln.
  4. Gerichtsgebühren
  5. Medizinische Beurteilung der Gesundheit von Leihmutter und Paar.
  6. Psychologische Beurteilung der Leihmutter.
  7. Die Zahlung aller Kosten für die Erzielung einer Schwangerschaft erforderlichen Ausgaben (Medikamente und künstliche Befruchtung), für die Schwangerschaft selbst (Überwachung und pränatale Untersuchungen), für Entbindung und Wochenbett, mögliche Komplikationen oder stationäre Behandlung bei einer Neugeborenen-Intensivstation.
  8. Jene wirtschaftliche Konsequenz für die Leihmutter während Schwangerschaft, Entbindung und Wochenbett, aufgrund der Enthaltung von ihrer Arbeit und jenesArbeitsentgelt aus unselbständiger Arbeit, das ihr wegen Abwesenheit verweigert wurde.
  9. Das Paar übernimmt, neben den medizinischen und anderen Kosten, auch die Verpflegung, Unterkunft und Transportkosten der Leihmutter, immer in Zusammenhang mit der vorangehenden Vereinbarung. In diesem Sinne, sollte das Paar, das die Option der Leihmutterschaft wählt, sich bewusst sein, dass für ein eigenes biologisches Kind ein bestimmter und möglicherweise hoher Betrag ausgegeben werden muss.

Die emotionalen Auswirkungen

Was ist mit den psychologischen Auswirkungen aller beteiligten Personen im Laufe des Verfahrens der Leihmutterschaft? Von dem Moment des Embryonentransfers in die Gebärmutter der Leihmutter, und bei einem positiven Beta-HCG Ergebnis, beginnt eine Zeit mit Angst, Sorgen und Erwartungen. Ob die Leihmutter eine gute Ernährung folgt, ob sie Sport treibt usw., oder ob sie raucht. Hat sie Gewicht gehoben? Das vorherrschende Gefühl in diesen Fällen ist der Verlust an Kontrolle, was absolut verständlich ist, da eine andere Frau den Fötus der biologischen Eltern austrägt und es fühlt sich an, als ob jemand anderes ihr Glück und Hoffnung in ihren Händen hält. Das Gefühl von Kontrollverlust gilt daher für alle an diesem Verfahren beteiligten Personen. Das Paar auf der einen Seite ist  der Möglichkeit konfrontiert, ein Kind mit ihrem eigenen genetischen Material zu bekommen, auf der anderen Seite fehlt Ihnen jedoch das grundlegende Erlebnis der Schwangerschaft, da sie nur Zuschauer im ganzen Prozess sind. Die meisten Paare begleiten die Leihmutter bei ihren Besuchen beim Frauenarzt. So fühlen sie sich, dass sie am Prozess teilnehmen, und erwerben irgendwie Kontrolle über die Situation.

Was die Leihmütter angeht, wissen sie ganz genau, dass ihre Rolle am Tag der Geburt endet, an dem sie das Baby abgeben sollen. Es wird vorgesehen, dass  die Leihmutter direkt nach der Entbindung keinen Kontakt mit dem Neugeborenen hat, um eine mögliche emotionale Bindung zu vermeiden. Für die oben genannten Gründe ist der Leihmutter das Stillen nicht erlaubt.

Im Laufe dieses Prozesses besteht aus der Anfangsphase eine psychologische Unterstützung von Spezialisten, sowohl für das Paar, als auch für die Leihmutter.

Der Rechtsrahmen, der die Beziehung zwischen Leihmutter, Eltern und Kind nach der Geburt geregelt

Im Falle einer Geburt durch Leihmutterschaft reicht die zukünftige Mutter die gerichtliche Genehmigung bei der Meldebehörde ein, damit sie als Mutter des Kindes registriert wird. Nach der Geburt des Kindes, ist die Leihmutter nicht mehr relevant. Auf der anderen Seite sind die Eltern ihrerseits verpflichtet, das Kind zu nehmen, auch wenn es mit Behinderung geboren ist.

Das Leihmutterschaftsverfahren bei MEDIMALL

Bei uns wird eine umfassende Beratung über die Leihmutterschaft angeboten. Es werden alle möglichen Aspekte, einschließlich der emotionalen und psychologischen Auswirkungen des Verfahrens und aller Untersuchungen, die bei der Leihmutter durchgeführt werden müssen, ausführlich diskutiert, und es werden alle möglichen Optionen der künstlichen Befruchtung angeboten, immer im Einklang mit den geltenden Rechtsbestimmungen.

Zusammenfassend

  • Die Leihmutterschaft ist sicherlich eine Option für Paare, die ihr eigenes biologisches Kind bekommen möchten. Bevor Sie jedoch diese Entscheidung treffen, wäre es gut, alle Parameter, sowohl wirtschaftliche als auch psychologische, zu berücksichtigen.
  • Vor Beginn des Prozesses der Implantation des aus dem genetischen Material des Paares entstandenen Embryos in die Gebärmutter einer anderen Frau, die bereit und fähig ist das Kind zu gebären, muss eine gerichtliche Entscheidung sichergestellt werden.
  • Die Leihmutterschaft wird Paaren erlaubt, wobei neben der Unfähigkeit der Frau, das Kind zu tragen, noch die Notwendigkeit besteht, genetisches Material (Eizellen oder Spermien) von einer Spenderin bzw. einem Spender verwendet werden muss.
  • Kinderlose Paare, die die Anforderungen des Gesetzes erfüllen, können sich an unsere IVF-Klinik wenden.
  • Unser Rechtsberater mit seinen wissenschaftlichen Kenntnissen und der aus vielen ähnlichen Fällen gewonnenen Erfahrung wird Ihnen bei jedem Schritt des Prozesses maximale Unterstützung leisten, damit Ihre Wünsche schnell und ohne Verzögerung verwirklicht werden.
  • Die vieljährige Erfahrung und Anerkennung unserer Klinik in den Bereichen Gynäkologie, Genetik und assistierte Reproduktion, in Zusammenhang mit den Ärzten, dem wissenschaftlichen und medizinischen Personal, sowie alle heutzutage von der Wissenschaft angebotenen und von der griechischen Gesetzgebung genehmigten Methoden, bieten Ihnen die Möglichkeit, Ihren Wunsch zu verwirklichen, Eltern zu werden.