SAMENSPENDE

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SAMENSPENDE 2017-07-04T12:23:35+00:00

SAMENSPENDE

Das Verfahren der Samenspende ist eine einfache Weise, männliche Infertilität zu behandeln, nämlich wenn der Mann unfruchtbar ist (er produziert keine Samenzellen) oder im Falle einer genetischen oder erblichen Krankheit, die nicht an das Kind weitergegeben werden soll.

Die Samenspende eignet sich auch für Frauen, die ein Kind als Alleinerziehende bekommen möchten. In Griechenland ist die Samenspende gesetzlich zulässig.

Der Prozess der Samenspende

Bei der Samenspende gibt ein Mann seinen Samen (d.h. das Produkt einer Ejakulation) ab, um eine Frau oder ein Paar zu helfen, ein Kind zu bekommen.  Der Samen wird für mindestens sechs Monate tiefgefroren.  Nach sechs Monaten wird der Spender erneut untersucht. Ist er weiterhin gesund, kann sein Samen verwendet werden.

Der Samen kann, entweder direkt in die Gebärmutterhöhle der Frau mit dem Verfahren der Intrauterinen Insemination (IUI) eingeführt werden oder für die Befruchtung von Eizellen im Labor, im Rahmen der In-Vitro Fertilisation (IVF), verwendet werden.

Gemäß der gegenwärtigen Gesetzgebung, soll der Samenspender anonym sein. Vor der Samenspende sollt der Spender eine medizinische Untersuchung für verschiedene Krankheiten und Risikofaktoren durchführen und potentielle emotionale oder psychologische Fragen, die während des Prozesses auftreten können, nachvollziehen.

Samenspende sollte als ein Akt der Großzügigkeit betrachtet werden, für Paare, die ein Kind nicht empfangen können oder alleinstehende Frauen, die ihre eigenen Kinder haben möchten.

Nach geltendem Recht, kann der Spender eine (gesetzlich definierte) Aufwandsentschädigung als finanzielle Gegenleistung für die Zeit, die er für die Samenspende aufgebracht hat, von der Samenbank erhalten. Aber, die finanzielle Aufwandsentschädigung sollte auf keinem Fall der Hauptanreiz für die Spende sein.

Nachdem der Kandidat die Entscheidung getroffen hat, Samenspender zu werden, muss er sich einer Reihe von Tests unterziehen, um festzustellen, ob er tatsächlich in den Prozess der Samenspende übergehen kann. Es wird empfohlen, dass die Spenderkandidaten für folgendes getestet werden:

  • Alter

Die meisten Samenbanken setzen die Altersgrenze von 18 bis 34 Jahre und einige bis 39 Jahre.

  • Psychologischer Zustand

Die Untersuchung der Spenderkandidaten von einem Profi der psychischen Gesundheit ist notwendig, damit Personen, die an einer Geisteskrankheit leiden, ausgeschlossen werden.

  • Samenuntersuchung

Der Samen sollte vor der eigentlichen Spende untersucht werden. Dem Spenderkandidaten wird sexuelle Abstinenz von 2-5 Tagen empfohlen. Eine Probe von Samen wird gesammelt und danach wird ein Labor-Test durchgeführt, um verschiedene Parameter des Samen, wie Menge, Anzahl und Beweglichkeit zu überprüfen. Ein geeigneter Spender sollte Samen haben, der mehr als 15 Millionen Samenzellen pro Millimeter enthält und eine normale Morphologie und 40% Samenzellenbeweglichkeit zeigt.

  • Medizinischer Hintergrund

Der medizinische Hintergrund des Spenderkandidaten ist sehr wichtig. Die Existenz einer erblichen Krankheit würde die Beendigung des Prozesses verursachen. Auf jeden Fall sollte die Familiengeschichte des Spenderkandidaten Informationen für die beiden vorangegangenen Generationen geben.

  • Medizinische Untersuchungen

Spezifische ärztliche Untersuchungen würden die gute Gesundheit des Spenders bestätigen und die folgenden übertragbaren Krankheiten ausschließen:

  1. Hepatitis B (HBsAg)
  2. Hepatitis C (HCV)
  3. HIV I-II (AIDS)
  4. Syphilis (RPR)

Wenn jemand in regelmäßigen Zeitabständen ein Samenspender werden möchte, sollten die obigen Tests alle 6 Monate wiederholt werden. Der Spender sollte auch auf eine spürbare Veränderung seiner Gesundheit hindeuten.

  • Gentest

Eine Blutprobe wird analysiert, um genetische Krankheiten wie zystische Fibrose und Thalassämie festzustellen.  Zusätzliche Tests können je nach Familiengeschichte, Rasse oder Volkszugehörigkeit durchgeführt werden. Menschen von afrikanischer Abstammung, zum Beispiel, werden wahrscheinlich auf Sichelzellen-Anämie getestet werden. Die meisten Samenbanken schließen Spender aus, die ein erhöhtes Risiko für die Übertragung einer genetischen Krankheit haben. Weiterhin werden die Spender einem Karyotyp-Test unterworfen, um Chromosomenanomalien nachzuweisen.

  • Persönliches und sexuelles Profil

Der Spenderkandidat sollte auch eine detaillierte Vorgeschichte der sexuellen Aktivität liefern, sowie einige persönliche Informationen, die mit seinen Gewohnheiten, Bildung und Interessen verbunden sind, geben.

Wenn das medizinische Screening auf die Existenz einer Erkrankung hinweist, wird der Spenderkandidat vom Prozess der Samenspende ausgeschlossen (d. h. er darf kein Samenspender werden), und er wird über seinen Zustand informiert, so dass er Maßnahmen ergreift und eine Behandlung sucht. Weiterhin muss er ein Formular unterschreiben, womit er akzeptiert, daß seine Spende anonym ist.

Samenabgabe

Die Samenspende findet in der Samenbank, in einem speziell eingerichteten und abgelegenen Raum statt. Dort gibt der Spender seine Samenprobe in einen sterilisierten Behälter ab. Dann wird die Samenprobe tiefgefroren und für sechs Monate gelagert. Nach sechs Monaten wird der Spender erneut nach Infektionskrankheiten untersucht um das Übertragungsrisiko zu vermeiden. Danach kann das Sperma aufgetaut und bei Bedarf gebraucht werden. Nach den geltenden Gesetzen ist die Höchstzahl der Kinder, die durch das Sperma des gleichen Spenders auf dem Territorium von Griechenland geboren werden können, zehn.